Rückblick 2017-10-14T22:09:24+00:00

Rückblick

Faszination Papier

KATHRIN MESSERSCHMIDT

Ist 1965 Weil am Rhein geboren und aufgewachsen. Als freischaffende Künstlerin lebt und arbeitet sie in Lörrach. Kathrin Messerschmidt ist Mitglied der International Association of Hand Papermakers and Paper Artists (IAPMA). Durch ihre erfolgreichen Ausstellungen in europäischen Ländern, China, Israel und New York sind ihre originellen Kopfskulpturen international bekannt geworden. Seit 2013 hat sie nichts als Köpfe im Kopf. Zeitung ist mehr als nur Papier. Buchstaben, Wörter, Bilder, Zahlen, etc., der ganze Inhalt einer Tageszeitung mit regionalen, landesweiten und internationalen Vorkommnissen sind das Grundmaterial für einen aufwändigen Entstehungsprozess für die Modelliermasse. «Ich möchte bewusst die alte Tradition des Papiermachées aufrechterhalten, entgegen sämtlichen vorgefertigten Modelliermassen. Bei der Herstellung der Papiermasse entsteht ein intensives Zwiegespräch, das meinen Schaffensprozess leitet, mich inspiriert. Jede meiner Kopfskulpturen ist einzigartig, so wie jeder der 7,7 Milliarden Menschen auf dieser Erde einzigartig ist.»

 

INA KUNZ

Geboren 1940 in Wuppertal, Deutschland

Aufgewachsen und Schulen in Bad Langensalza und Wuppertal

Die künstlerische Ausbildung erfolgte an der Werkkunstschule Wuppertal, an der Schule für Gestaltung Basel sowie durch Weiterbildungen. Am IPF Liestal schloss sie die Ausbildung zur Kunsttherapeutin ab und für Gestalttherapie an der Akademie Remscheid. Sie ist Mitglied der GEDOK, der IAPMA, der SIKART, der SPH, dem Forum Bild, Druck und Papier sowie dem AdS.

Ina Kunz lebt seit 1964 in Reinach, wo sie ihr Atelier hat. Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Hoch- und Tiefdruck, PaperArt, Malerei, Collage und Installation. Seit Mitte der 90er Jahre befasst sie sich vor allem mit dem Medium Papier, ein Schwer-punkt ihres Schaffens.

Ihre Werke zeigt sie seit 1995 in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Ankäufe: Experta Treuhand Basel; Credit Suisse Basel, Akademie Remscheid; UPK Basel, Dexia Privatbank Schweiz Basel; Ricola Laufen, PBL Liestal. 

Ganzheitliches Denken hat Ina Kunz beeinflusst, um ihre grafischen Arbeiten auf selbst geschöpftes Papier zu drucken. Fasziniert vom weitem Spektrum der Möglichkeiten, die Papier als Ausdrucksmittel hat, wendete sie sich Ende der Achtzigerjahre dem künstlerischen Gestalten mit Pulpe (flüssige Papierfaser) zu. So begegnet man in ihren Ausstellungen Werken, die aus Naturmaterialien geschaffen, eine subtile Ausdruckskraft haben.

Ina Kunz zeigt in der Ausstellung «Faszination Papier» Werke aus der Serie Flowers. Bei ihr, wie auch bei Kathrin Messerschmidt ist nicht das Papier der Träger eines künstlerischen Ausdrucks, Papier ist Ausdrucksmittel. Es bietet unzählige Möglichkeiten, um in zwei- bis dreidimensionale Werke vor zu stossen. Bei Ina Kunz wachsen dem Betrachter die zart- bis wildfarbenen Rosen schier entgegen und bei Kathrin Messerschmidt blickt man in ausdrucksstarke Gesichter.Das Ziel beider Künstlerinnen ist es, die poetische Kraft des Papiers als Grundsubstanz eines individuellen Ausdrucks zu entdecken.

ELABORATION in STEIN und PAPIER

 

 

Hommage an die Natur

Die Galerie SOGUNG in Basel stellt mit der Ausstellung «Elaboration in Stein und Papier» zwei Künstler vor, die sich in ihren Werken mit Materialien aus der Natur befassen.

Michael Jaks aus Lörrach ist mit Leib und Seele Steinbildhauer. Er gestaltet das Spiel mit der Wahrnehmung, indem er harmonisch ineinandergreifende abstrakte Skulpturen schafft. In der Auseinandersetzung mit Marmor, Alabaster, Steatit und Sandstein entstehen figürliche und abstrakte Plastiken. Festgehaltene Bewegungen, die in ihrer Anmut und Hingabe den Lebensrhythmus spüren lassen.

«Ich höre auf den Klang, den der Stein beim bearbeiten erzeugt, fühle mich in den Stein ein und greife auf was er mir sagt. So entsteht ein Wechselspiel, in dem ich meiner Intuition folge und doch meine Vision bewusst gestalte.»

Die Werke von Ina Kunz sind durch Vielschichtigkeit und Sinnlichkeit gekennzeichnet. Sie arbeitet mit dem vielseitigen und eigenwilligen Material – der Pulpe (Faserstoff zur Papierherstellung). Die Pulpe, oft aus gesammeltem Naturmaterial wie Blätter von Lilien, Mais, Spargel- oder Zwiebelschale, etc. bereitet sie selber vor, um damit ihre einzigartigen Werke zu schöpfen oder zu giessen. Dieser Prozess von der Pflanze zum Papier steht für Ursprung und Verarbeitung. In Amerika kam sie mit der amerikanischen Farbfeldmalerei und der PAPER ART in Berührung. Die klar gegliederten mehrdimensionalen Kompositionen entfalten eine starke Ausdruckskraft, eigene Dynamik und eine besondere Plastizität.

«Ich bin immer wieder fasziniert, wie die Kräfte der Pflanzen im Papier wirken, wie die organischen Stoffe bei der Bildgestaltung aufeinander reagieren, das fordert mich heraus, hinzuschauen, hinzuhören und mich darauf einzulassen.»

Beide Künstler finden sich in der Wahrnehmung der Materialien, deren vertiefte Informationen für sie Herausforderung und Gestaltungswille bedeuten. In dieser Wahrnehmung der Naturresonanzen ist die Gestaltung mit Papier und Stein eine Hommage an die Natur.

 

www.sogung.ch  www.inakunz-kunst.ch  jaks-art.de

Ausstellung vom 26.9. bis 12.10.2019

 

CONNECTION

 

 

 

 

Connection.

ale4 präsentiert Ina Kunz.

Die geschmackvoll restaurierten Räume an der Alemannengasse 4 in Basel werden von Ina Kunz mit Werken der geometrischen und gestischen Abstraktion aus der letzten Schaffensperiode eröffnet.

Die Künstlerin befasst sich primär mit dem Konstruktivismus, der geometrischen Abstraktion – mit der Anordnung und Komposition von Farben, Linien und geometrischen Formen. Schwarzer Samt dient ihr als Malgrund, auf dem fantastische lineare Bilder entstanden sind. Die Farben haben weiche Konturen und entsprechen der geometrischen Abstraktion.

In der gestischen Abstraktion bestimmen organische Formen und Spuren von Bewegungen den unbewussten Prozess. Weiss und Schwarz spielen sich als Kontrast dabei gegenseitig aus. Weiss, die leise Farbe mit den unendlichen Möglichkeiten – Schwarz dagegen setzt Grenzen, gibt Konturen und dazwischen liegen unzählige Farbnuancen, die den Ausdruck steigern.

Gleichzeitig wird der Betrachter zum aktiven Bestandteil dieser Kunstwerke. Durch seine Wahrnehmung werden innere Prozesse auslöst.

ale4

Connection – Ina Kunz
31.1. bis 17.2.
Fr 16-20 Uhr, Sa/So 11-16 Uhr
Alemannengasse 4
4058 Basel
www.inakunz-kunst.ch
Tel. +41 78 659 50 90

ENGELGLEICH – FEDERLEICHT

 

Engel spielen in den Vorstellungen der Menschen eine wichtige Rolle und haben in Statuen, Reliefs, Mosaiken und in der Malerei ihren Ausdruck gefunden. Vor dem geistigen Auge sind Engel immer präsent, und in den meisten Religionen existieren diese geflügelten Wesen in den unterschiedlichsten Darstellungen, als Schutzengel oder auf Gegenständen mit Engelmotiven und in zahlreichen Songs. Ob bewusst oder unbewusst, mit Engeln sind schon viele in Kontakt gekommen.

In einer einmonatigen Ausstellung ab 16. November präsentiert die Künstlerin Gilia Auth in «AU6 Raum für Kunst Reinach» ihre Engelwesen und zeigt diese in gestalterisch fass- und sichtbarer Form. Ihre Ausdrucksform hat sie gefunden, indem sie an Stränden, Flüssen, Wäldern auf Wanderungen zunächst einmal sammelt, was sie bereits inspiriert. Dadurch finden sich unterschiedlichste Materialien zusammen. Noch sind sie Materie und doch schon im Übergang zur Engelgestaltung. So werden sie zu Mittlern, wie es auch Engelwesen sind.

Die Leichtigkeit der geflügelten Engelwesen hat Ina Kunz dazu inspiriert, mit Federn und handgeschöpftem Papier Kollagen zu gestalten. Ihr spezielles Ausdrucksmittel ist die Pulpe, der flüssige Faserbrei, der facettenreiche und vielseitige Gestaltungen erlaubt. Naturmaterialien wie Gräser, Zwiebel- oder Spargelschalen erzeugen eine eigene Ausdruckskraft; geometrische Grundformen und elementare Natur treten in einen spannenden Dialog.

Das Zusammenspiel der beiden Künstlerinnen, ist das Entdecken von Formen, die sich am Wegesrand oder sonst wo zeigen. Die daraus entstehende Inspiration zum Werk ist geprägt durch Zuneigung zu den geflügelten Wesen.

 

 

Ganzheitliches Denken hat Ina Kunz beeinflusst, um ihre grafischen Arbeiten auf selbst geschöpftes Papier zu drucken. Fasziniert vom weitem Spektrum der Möglichkeiten, die Papier als Ausdrucksmittel hat, wendete sie sich Ende der Achtzigerjahre dem künstlerischen Gestalten mit Pulpe (flüssige Papierfaser) zu. So begegnet man in ihren Ausstellungen Werken, die aus Naturmaterialien geschaffen, eine subtile Ausdruckskraft haben.

Mit der Ausstellung ENGELGLEICH- FEDERLEICHT setzt sich die Künstlerin Ina Kunz wiederum mit dem Thema der Leichtigkeit auseinander, ganz im Sinne Ihres speziellen Ausdrucksmittel Papier. Sie arbeitet mit dem Medium Pulpe, dem flüssigen Faserbrei, der facettenreiche und vielseitige Gestaltung erlaubt. In ihre Werke bezieht sie Federn, Gräser, Blätter, Schalen von Zwiebeln oder Spargel, Erde, Sand und viele weitere Naturmaterialien mit ein. Je nach Entstehungsvorgang hat die Oberflächenbeschaffenheit eine besondere Dynamik und Plastizität. Dadurch erhalten ihre Werke eine eigenwillige Ausdruckskraft; geometrische Grundformen und elementare Natur treten in einen spannungsvollen Dialog. Die Künstlerin respektiert das Eigenleben des verwendeten Materials, was einerseits Disziplin erfordert, aber auch spielerische Gestaltungsmöglichkeiten erlaubt. Sinnliche Vielschichtigkeit, verspielte Faszination und Poesie sind die Merkmale ihrer Papierarbeiten.

Ina Kunz und Jan Douma – PaperArt und Skulptur

Die Schweizer Künstlerin Ina Kunz stellt vom 16. September bis 13. Oktober in der Galerie Thomas Menzel ihre interessanten Kunstwerke aus.

Vielschichtigkeit, Sinnlichkeit und der Bezug zu archaischen Materialien bilden für die vielseitig begabte Künstlerin die Grundlage, die ihre Phantasie beflügeln. Das Elementare wird spürbar und führt zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Sichtbaren und Unsichtbaren.

Ihre Werkesind beeinflusst durch ihre Lehrer, die durchwegs dem Kubismus zugewandte Künstler waren. Beispielsweise Carl Speglitz, der Schüler von Fernand Léger und Johannes Itten war.

 

Die Inspiration zu ihren Werken hat die Künstlerin auf vielen erlebnisreichen Reisen in sich aufgenommen. Dabei vergisst sie nie, ihrer inneren Spur zu folgen und trotzdem der eigenwilligen Materie, dem Papier, Raum zu geben. So entstehen klar gegliederte Kompositionen voller Ausdruckskraft. Ihr bevorzugtes Material ist die Pulpe, der flüssige Faserbrei aus Baumwolle oder anderen Naturmaterialien. Die unterschiedliche Flächenbeschaffenheit, die im Gestaltungsprozess entsteht, zeigt eine besondere Plastizität und eigene Dynamik. Grossflächige Werke, die dem Thema «See(h)landschaften» gewidmet sind, wechseln mit verdichtetem Formenspiel in schwarzen Farbfeldern.

«Für den Betrachter fordern meine Werke ein sich Einlassen», sagt Ina Kunz – «Meine Werke sind auch Ergebnisse von Erfahrungen, in denen ich mich mit-teile, ich teile sie mit dem Betrachter meiner Werke. Das Kunstwerk sozusagen zum Vermittler. Es wird deutlich, dass ein Kunstwerk ohne Betrachter nicht vollständig ist.»

Wenn wir uns zunächst der Paper Art zugewendet haben, so sehen wir noch eine weitere Ausdrucksform, nämlich die Malerei.

Völlig losgelöst von jeglicher Form der akademischen Malerei, also auch der geometrischen Abstraktion, wie man sie vorwiegend in den Bildern der Paper Art sehen kann, zeigt die Künstlerin Acrylmalerei. Spontaneität und gestische Malerei finden sich im Spannungsfeld von Formauflösung und Formwerdung.

Auch dabei wird deutlich, dass Ina Kunz eine erfahrene Künstlerin ist, die den Umgang mit den Materialien kennt, die ihre Kompositionen durch Intuition und mit tiefem Wissen gestaltet.

 

Kenzingen, 13. September 2018